Neuen Entwicklungen im Gesundheitswesen Rechnung tragen
VISUS Symposium beleuchtet Zukunft des Bildmanagements in der Medizin
Die Anforderungen an Informationssysteme für Gesundheitseinrichtungen unterliegen kontinuierlichen Veränderungen. Das ist vor allem einer stärkeren Vernetzung von Prozessen, der Konzentration von Verbünden, dem technischen Fortschritt sowie neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen geschuldet. Die IT-Strategien von Kliniken müssen sich daran ebenso orientieren wie die Lösungen der Softwareanbieter. Zu den aktuellen Entwicklungen gehören unter Wirtschaftlichkeitsaspekten der konsequente Einsatz von Standards sowie die Trennung von IT-Infrastruktur und Prozesslogik. Auch die Strategien für die Langzeitarchivierung müssen sich in punkto Verfügbarkeit und Sicherheit an der zunehmenden Bedeutung von IT ausrichten. Die interdisziplinäre und intersektorale Kommunikation gewinnen auch für das Bildmanagement zunehmend an Bedeutung. Hier gibt es zahlreiche nationale Anforderungen und Entwicklungen, denen es Rechnung zu tragen gilt. Aber auch innerhalb der Kliniken und Verbünde wachsen die Anforderungen im Hinblick auf ganzheitliche Lösungen und eine Optimierung der Prozesse. Hier wird die Qualität der klinischen Arbeitsplätze wesentlich für die Akzeptanz sein. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des ersten VISUS Symposiums "Zukunft des Bildmanagements in der Medizin", zu dem mehr als 200 Teilnehmer ins Oktogon der Zeche Zollverein nach Essen gekommen sind.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Krankenhäuser vermehrt nach intelligenten Strategien für die Langzeitarchivierung von Bilddaten suchen. Hauptproblem ist, den stetig wachsenden, heterogenen Datenmengen Herr zu werden. "Die Krankenhäuser sehen sich mit vielfältigen Medien aus verschiedensten Bereichen in unterschiedlichen Formaten aus unterschiedlichen Betriebssystemen konfrontiert. Dazu kommen stark differierende Archivierungszeiträume zwischen zehn und 30 Jahren", beschreibt Guido Bötticher, Vertriebsleiter Deutschland bei VISUS, die Herausforderungen. Maßgeblich ist dabei eine Medien- und Rechtssicherheit der Archivierung, zu der Softwareanbieter ihren Beitrag leisten müssten. Hier stehen die Aspekte Datenintegrität, Informationsverdichtung und Kompression sicher im Vordergrund. Um reibungslose Prozesse im Krankenhaus gewährleisten zu können, sollen alle Daten in einer einheitlichen Struktur abgelegt werden und klinikweit jederzeit schnell zu Verfügung stehen.
Ebenso wurde während des Symposiums in Essen die zunehmende Bedeutung einer interdisziplinären und intersektoralen Kommunikation an verteilten Standorten unterstrichen. "Das erfordert ein umfassendes, ganzheitliches und standortübergreifendes Bildmanagement. Basis dafür ist eine gemeinsame Kommunikationsplattform, mit der sich die Kliniken aber auch von Insellösungen verabschieden sollten", hebt Bötticher hervor.
Die Notwendigkeit der Trennung von IT-Infrastruktur und Prozesslogik erläuterte VISUS-Geschäftsführer Klaus Kleber: "Dieses Vorgehen rentiert sich allein aus wirtschaftlichen Gründen. Es gibt wohl kein System, das alle Anforderungen erfüllt. Durch eine Trennung sparen die Krankenhäuser Kosten bei der Beschaffung der Hardware und man kann die IT einfacher administrieren. Letztlich wird durch die Virtualisierung eine flexible und universelle Basis etabliert."
Die zunehmende Konzentration von radiologischen Abteilungen und Klinikverbünden erfordert die Abstimmung der nationalen und internationalen Standards in umsetzbare Arbeitsprozesse. Dazu gibt es zahlreiche nationale Anforderungen und Entwicklungen, denen Rechnung getragen werden muss, z.B. den aktuellen Entwicklungen rund um elektronische Gesundheitskarte und Heilberufeausweis, dem Projekt zur elektronischen Fallakte (eFA) oder der Etablierung eines Master-Patient-Index.

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