Seit 2007 unterstützt ein PACS die übergreifenden Bildmanagementprozesse im Radiologischen Netzwerk Rheinland (RNR), dem insgesamt 28 Standorte in 14 Städten Nordrhein-Westfalens angehören.
Die Lösung gewährleistet ein hohes Maß an Flexibilität in der Administration und bringt die Radiologen in punkto Qualität der Diagnostik und Patientenversorgung einen deutlichen Schritt voran. Dazu unterstützen spezielle Software-Clients sowie eine Software-Integration im Mammographie-Screening die Anwender verbundweit.
Der Lappland Hospital Distrikt in der nördlichsten Region des Landes versorgt etwa ein Viertel bis ein Drittel des finnischen Hoheitsgebietes. Dieses weite Gebiet wird jedoch nur von 2,5 % der Landesbevölkerung bewohnt - nicht einmal 119.000 Personen leben hier. Dennoch wird Lappland - "Lappi" auf Finnisch - von etwa 1.800.000 Touristen besucht. Grundlegende oder sogar spezialisierte Gesundheitsdienstleistungen für diese ungleiche Bevölkerungsverteilung bereit zu halten, stellt eine große Herausforderung an die lokalen Behörden dar. Das PACS von VISUS hat sich nun zu einem der wichtigsten Werkzeuge zur Unterstützung der Gesundheitsdienstleister in der Region entwickelt.
Der Funktionsbereich Radiologie des Medizinischen Zentrums Eichhof arbeitet ohne eigenen Radiologen. Die Fachärzte der einzelnen Abteilungen befunden die Aufnahmen ihrer Patienten, alle stationären CT-Aufnahmen werden mittels teleradiologischer Verbindung an das Radiologische Institut Nordhessen mit Sitz in Bad Zwesten gesendet und dort befundet.
Bereits im Jahr 2000 boten die niedergelassenen Radiologen Dr. med. Emil Reif und Dr. med. Torsten Möller Krankenhäusern ihre diagnostischen Fähigkeiten als Dienstleistung an. Heute leiten beide die Diagnostic Network AG. Ein Unternehmen, das es sich zum Ziel gesetzt hat mit Hilfe der Teleradiologie hochwertige Schnittbilddiagnostik flächendeckend, bundesweit und rund um die Uhr verfügbar zu machen. Innerhalb von nur fünf Jahren entstand in Dillingen/Saar ein hochverfügbares Rechenzentrum, an das etwa 50 Krankenhäuser und weitere 50 Befundungszentren angeschlossen sind. Speziell Krankenhäuser, die keine eigene Hauptabteilung Radiologie beherbergen, nehmen das moderne Angebot der Teleradiologie-Visionäre gerne an.
Die PACS Entwicklungen der vergangenen Jahre haben sich primär auf die Bedürfnisse der Radiologie bzw. der radiologischen Bildgebung konzentriert. Hier stehen die digitale Befundung und Archivierung im Vordergrund, die über die Reduzierung der Filmkosten zu amortisieren sind. Die Augusta-Kranken-Anstalt Bochum ist von Beginn an gemeinsam mit der Firma VISUS neue Wege gegangen und hat auch bildgebende Verfahren anderer Fachabteilungen in das PACS Konzept einbezogen.
Andreas Jacoby, Krankenhausgemeinschaft Herne
In der radiologischen Diagnostik wird es immer wichtiger, die Befunde zeitnah zu den Aufnahmen bereitzustellen - nicht nur im Krankenhaus, auch in einer Praxis, in der der Patient auf Bilder und Befunde wartet, um sie seinem Hausarzt mitnehmen zu können. In einer filmbasierten Radiologie muss der Arzt sich entscheiden: entweder er gibt dem Patienten die Bilder mit und muss sie für die spätere Befundung duplizieren, was zu erheblichen Kosten führt, oder er befundet sie nach der Aufnahme, was mit erheblichen Wartezeiten für den Patienten verbunden ist.
Das Sana-Klinikum Remscheid ist ein Haus der Schwerpunktversorgung mit 16 Fachabteilungen und 684 Planbetten. Es ist 2005 als Neubau durch die Zusammenlegung von zwei Standorten entstanden. "Der Neubau bot die Chance, Ablauforganisationen zu verbessern und damit wirtschaftlicher zu arbeiten. Das setzt schnelle und schlanke Prozesse voraus", erläutert Dipl.-Inform. Michael Willmann, Leiter der Informationstechnik. Ein wesentlicher Teil der dazu nötigen umfassenden IT-Strategie ist die Digitalisierung der Radiologie.
Ohne ein PACS ist eine Radiologie heute nicht ökonomisch zu führen. Besonders hinsichtlich der Organisation effektiver Arbeitsabläufe und der Sicherung einer qualitativ hochwertigen Diagnostik ist das System unentbehrlich - gerade wenn parallel Mammographie-Screening-Einheiten zu betreuen sind. So stellt es sich in der radiologischen Gemeinschaftspraxis Dr. Krüger, Dr. Stöblen, Dr. Baschour, PD Dr. Eising und Frau Stelkens-Gebhardt dar. Um die Kosten transparent und planbar zu halten, haben sich die Radiologen entschieden, "ihre" PACS-Lösung nicht zu kaufen, sondern vom Anbieter VISUS betreiben zu lassen.
"Unser Bestreben war es, die radiologischen Abläufe mit einem entsprechenden Archivmanagement in die IT-Infrastruktur zu integrieren. Um diesen Anspruch bei 32.000 radiologischen Untersuchungen pro Jahr zu verwirklichen, mussten wir unser bestehendes Krankenhaus- (KIS) und Radiologie-Informationssystem (RIS) der Firma iSOFT um ein Enterprise PACS ergänzen", erläutert EDV-Leiter Reiner Selent den Ausgangspunkt zur Beschaffung eines digitalen Bilddatenarchivierungs- und -kommunikationssystems. Es musste eine funktionierende Kopplung zum RIS aufweisen und bevorzugt LINUX- oder UNIX-basiert sein. "Die klinikweite Bildverteilung wollten wir per Web-Technologie realisieren. Um uns nicht von einem Anbieter abhängig zu machen, durfte das System nicht auf den Internet Explorer oder andere Windows-Komponenten beschränkt sein", so Selent.
In der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt zu Flensburg (DIAKO) ist seit Dezember 2006 JiveX im Einsatz. Das Radiologische Institut des Hauses fungiert als teleradiologischer Dienstleister der Asklepios Nordseeklinik Westerland für CT-Untersuchungen. Sämtliche Aufnahmen werden via Internet gesteuert und online telemedizinisch beurteilt, ohne dass ein Radiologe vor Ort erforderlich ist. Das schließt auch eine 24-Stunden-Bereitschaft für Nacht- und Wochenenddienste ein. Mit dem Martin-Luther-Krankenhaus in Schleswig und den Krankenhäusern in Husum und Niebüll werden ebenfalls zu Konsultationszwecken via Internet digitale Röntgenbilder ausgetauscht.
Mit der PACS-Einführung ist insgesamt der Workflow deutlich verbessert worden. Durch eine schnellere und reibungslosere Befundung ist es uns gelungen, die Befundungsgeschwindigkeit und Befundaktualität merklich zu erhöhen. Alle Bilder und Befunde stehen heute binnen Sekunden jederzeit an jedem Ort zusammen mit den Voraufnahmen zur Verfügung.