Der Lappland Hospital Distrikt in der nördlichsten Region des Landes versorgt etwa ein Viertel bis ein Drittel des finnischen Hoheitsgebietes. Dieses weite Gebiet wird jedoch nur von 2,5 % der Landesbevölkerung bewohnt - nicht einmal 119.000 Personen leben hier. Dennoch wird Lappland - "Lappi" auf Finnisch - von etwa 1.800.000 Touristen besucht. Grundlegende oder sogar spezialisierte Gesundheitsdienstleistungen für diese ungleiche Bevölkerungsverteilung bereit zu halten, stellt eine große Herausforderung an die lokalen Behörden dar. Das PACS von VISUS hat sich nun zu einem der wichtigsten Werkzeuge zur Unterstützung der Gesundheitsdienstleister in der Region entwickelt.
Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge digitalisiert vier Standorte mit Lösung von VISUS
In der Katholischen Hospitalvereinigung (KHWE) Weser-Egge hilft seit September 2009 ein PACS, die Arbeitsabläufe zu optimieren, speziell in der standortübergreifenden Kommunikation der vier Akutkrankenhäuser.
Individuell eingerichtete Hanging Protokolle machen die Befundung durch Standardisierungen im Prozess deutlich schneller und effektiver. Dadurch können die Stationsärzte ihren Patienten schneller Auskunft geben. Das erspart Wartezeiten. So können die Patientenzahlen durch bessere und schnellere Abläufe bei gleicher Personalstärke nachhaltig erhöht werden. Kurzfristig soll das PACS erweitert werden und im nächsten Schritt auch Aufnahmen der Endoskopie und EKG-Kurven in den klinischen Workflow integrieren.
Die PACS Entwicklungen der vergangenen Jahre haben sich primär auf die Bedürfnisse der Radiologie bzw. der radiologischen Bildgebung konzentriert. Hier stehen die digitale Befundung und Archivierung im Vordergrund, die über die Reduzierung der Filmkosten zu amortisieren sind. Die Augusta-Kranken-Anstalt Bochum ist von Beginn an gemeinsam mit der Firma VISUS neue Wege gegangen und hat auch bildgebende Verfahren anderer Fachabteilungen in das PACS Konzept einbezogen.
Andreas Jacoby, Krankenhausgemeinschaft Herne
In der radiologischen Diagnostik wird es immer wichtiger, die Befunde zeitnah zu den Aufnahmen bereitzustellen - nicht nur im Krankenhaus, auch in einer Praxis, in der der Patient auf Bilder und Befunde wartet, um sie seinem Hausarzt mitnehmen zu können. In einer filmbasierten Radiologie muss der Arzt sich entscheiden: entweder er gibt dem Patienten die Bilder mit und muss sie für die spätere Befundung duplizieren, was zu erheblichen Kosten führt, oder er befundet sie nach der Aufnahme, was mit erheblichen Wartezeiten für den Patienten verbunden ist.

Das Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart leistet die Bereitstellung von IT-Leistungen für vier weitere Häuser der Region Südwest, inkl. eines gemeinsamen Rechenzentrums. Wesentlicher Bestandteil des Projekts in dem virtuellen Verbund ist ein PACS.
Es integriert alle anfallenden Bilddaten, auch solche aus der Bronchoskopie, Kardiologie, Endoskopie etc. Die Befundungsgeschwindigkeit hat deutlich zugenommen, die Arbeitsabläufe sind insgesamt effizienter geworden und die Prozessqualität hat sich verbessert. Durch den Wegfall von Archivraum lassen sich effektive Kosteneinsparungen realisieren. Hinzu kommen Prozesskosteneinsparungen durch die ständige, ortsunabhängige Verfügbarkeit aller Bilder und Befunde.