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In Sachen PACS blicken die Krankenhäuser der ATEGRIS-Gruppe auf eine langjährige Erfahrung zurück. Bereits Ende der 1990er- Jahre wurde das radiologische Bilddatenmanagement digitalisiert – schon damals mit JiveX von VISUS. Gründe für einen Anbieterwechsel fanden Anwender und IT-Verantwortliche in all den Jahren nie. Im Gegenteil: Bei der Wahl eines Systemanbieters für den Aufbau eines Bildarchivs außerhalb der Radiologie im vergangenen Jahr konnte JiveX erneut überzeugen.

„Entscheidend für die hohe Zufriedenheit mit dem System sind die Flexibilität und der Innovationsgrad von VISUS, die einen breiten Nutzungsumfang über einen langen Zeitraum garantieren. JiveX hat sich über die Jahre so weiterentwickelt, dass wir nicht nur die aktuellen Bedarfe bedienen konnten, sondern auch für Herausforderungen gerüstet waren, die noch vor uns lagen – seien es Erweiterungen oder Wechsel auf medizintechnischer Seite oder die Integration in andere IT-Systeme“, erklärt Dr. Martin Kuhrau, Leiter der IT innerhalb der ATEGRIS-Gruppe.

Ein Bildarchiv bringt Bares

Zurückzuführen ist die Flexibilität auf die hohe Interoperabilität von JiveX basierend auf der konsequenten Verwendung von Standards. Die damit einhergehende Systemoffenheit bietet Einrichtungen den entsprechenden Spielraum für die Integration in immer neue Szenarien. Mit dieser Strategie setzte sich VISUS bei den Verantwortlichen der ATEGRIS-Gruppe auch im vergangenen Jahr durch, als es darum ging, einen Partner für den Aufbau eines Bildarchivs außerhalb der Radiologie zu finden. Notwendig wurde dieser strategische Schritt unter anderem aus ganz praktischen Gründen: Die Krankenkassen und der Medizinische Dienst erstatten die Kosten für beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung nur dann, wenn dem Befund auch das entsprechende diagnostische Bild beigefügt wird. Damit das möglich wird, musste das Bildarchiv so tief in das KIS integriert werden können, dass die Bilddaten aus der Patientenakte heraus abrufbar sind und für die Abrechnung zur Verfügung stehen.

„Die tiefe Integration hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Bilder klinikweit aus dem KIS heraus zur Verfügung stehen. Die Anwender merken gar nicht, dass sich mit JiveX ein neues Programm öffnet, weil der Viewer im KIS geöffnet wird“, so Dr. Martin Kuhrau, der außerdem von der mühelosen Anbindung der Ultraschall- und Endoskopiegeräte begeistert ist: „Bei JiveX spielt es keine Rolle, ob die Geräte DICOM-fähig sind, die Überführung der Daten in das Bildarchiv kann über das Analog Modality Gateway mit einem Druckauftrag ausgeführt werden. Einfacher geht es nicht.“

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Strategische Entscheidung für separate Datenhaltung

Mit der Etablierung des Bildarchivs verfolgte die ATEGRIS auch das Ziel einer Datenkonsolidierung, allerdings fiel die strategische Entscheidung auf eine Trennung zwischen Bildern und Dokumenten – auch wenn die Potenziale, die JiveX in Bezug auf das ganzheitliche Management medizinischer Daten  bietet, durchaus erkannt und geschätzt werden. So planen Dr. Martin Kuhrau und sein Team für das nächste Jahr beispielsweise die Einbindung von EKGs und Langzeit-EKGs in das Bildarchiv, weitere Funktionsdaten sollen folgen. „In der Möglichkeit zur Bearbeitung der EKGs in JiveX sehen wir großes Potenzial für eine Vereinfachung der klinischen Prozesse, einfach, weil die Ärzte nicht länger mit der mühseligen Betrachtung von PDFs beschäftigt sind“, erklärt der IT-Leiter.

Eine Optimierung der Arbeitsweisen der Anwender gab auch den Ausschlag dafür, die Hanging-Protokolle in JiveX so einzurichten, dass in der Radiologie nur die radiologischen Daten angezeigt werden. „Natürlich können die Radiologen auch auf die anderen Bilddaten und die Funktionsärzte auf die radiologischen Bilder zugreifen. Die Voreinstellung in der Ansicht separiert diese Bereiche aber zunächst. Damit entsprechen wir dem Wunsch der Radiologen, die im Sinne der Übersichtlichkeit zunächst nur die für sie relevanten Studien im Blick haben möchten“, erklärt Tim Wichmann, der bei Ategris für das PACS verantwortlich ist. Auch in diesem Szenario kommt die ATEGRIS die Flexibilität von JiveX zugute. Da es sich im Kern um ein und dasselbe Bildarchiv handelt, können radiologische und nichtradiologische Daten bei Bedarf durch eine einfache Neuausrichtung der Hanging-Protokolle fusioniert werden.

Das intelligente Bildmanagement war unter anderem auch mit dafür verantwortlich, dass Ategris im EMRAM-Staging der HIMSS mit „Stage six ready“ eingestuft wurde. Das heißt, die Voraussetzungen für die Erreichung der sechsten von insgesamt sieben Stufen sind so gut wie erfüllt. Nachbesserungsbedarf gibt es lediglich bei der Medikation – ein Thema, das deutsche Krankenhäuser generell vor Herausforderungen stellt. „Wir haben jedoch schon eine Lösung für die Medikation pilotiert, die wir wahrscheinlich im nächsten Jahr ausrollen werden. Damit wäre auch die letzte Hürde für Stufe sechs genommen. Die Anforderung an die klinikweite Verfügbarkeit der Bilddaten im Patientenkontext und der Patientenhistorie wurden dank JiveX sozusagen mit links erfüllt“, freuen sich beide IT-Experten.