• Alle Entwickler zusammen auf dem VISUS Codefest 2019
  • Entwickler auf dem VISUS Codefest 2019
  • VISUS Codefest 2019
  • Alle Entwickler zusammen auf dem VISUS Codefest 2019
  • Entwickler auf dem VISUS Codefest 2019
  • VISUS Codefest 2019

Treffen sich 12 Programmierer…
…und: richtig, sie feiern. Aber nicht mit Bier und Bowle, sondern mit Software und Hardware. Bei VISUS nennen wir das dann „Codefest“. 

Unser erstes Codefest überhaupt haben wir am 2. März 2019 an einem Samstag bei VISUS veranstaltet. 

Was ist ein Codefest? 

Wir definieren es so: Einige Macher treffen sich in einem ungewöhnlichen Rahmen, um in kurzer Zeit ein kleines Softwareprojekt zu realisieren. Andere nennen das auch Hackathon – ein Kofferwort aus Hack und Marathon. Wir sagen lieber Codefest, um direkt klarzustellen, dass die Freude am Gestalten im Mittelpunkt steht. Die Idee dazu haben einige Kolleginnen und Kollegen mit zu VISUS gebracht, ein Organisationsteam hat die Idee umgesetzt. 

Zutaten für ein gelungenes Fest

Was es für ein gutes Codefest braucht? Ein Unternehmen, das Freiräume für unkonventionelle Ideen bietet – und Infrastruktur und Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Als VISUS Mitarbeiter mussten wir uns um diese Voraussetzungen schon mal keine Sorgen machen, denn Ideen wie diese sind hier immer willkommen. Die zweite wichtige Zutat: Eine gute Vorbereitung. Also haben wir erst einmal definiert, was für eine Art von Fest wir uns vorstellen. Unser Ergebnis: Wir wollten primär Spaß haben! Und alle Festgäste sollten möglichst viel mitbestimmen. 

Danach haben wir unsere potenziellen Gäste (Kollegen) eingeladen – und sofort gab es zwölf Zusagen. Anschließend gab es einen „Call for Projects“, also einen Aufruf für Projektideen. Insgesamt wurden fünf Ideen eingereicht und präsentiert – das Rennen machte am Ende Michel Kreska mit seiner Idee. 

Update für den Firmen-Kicker

Und die lautete: Wir bauen eine App für unseren Kicker-Tisch, die Spiele erfassen, Statistiken bereitstellen und Turniere abwickeln kann. Eine wirklich sehr gute Idee – und ganz ohne Eigennutz.

Auf einer Wikiseite haben wir Ideen gesammelt, anschließend wurde die Architektur abgesteckt. Vorschläge zum Technologie-Stack wurden gegenübergestellt und eine Teamaufteilung vorgeschlagen. Schließlich haben wir die Vorschläge reduziert und ein Konzept beschlossen. Das lautete so:

  1. Wir wollen mit dem Google Web Toolkit, GWT, (http://www.gwtproject.org/) eine mobile-fähige Webanwendung bauen. 
  2. Im Backend soll mit Hibernate (http://hibernate.org/) eine SQL-Datenbank angebunden werden. Hibernate ist ein objekt/relationaler Übersetzer, kurz O/R-Mapper, mit dem relationale Datenbanken leicht in Objektgeflechte überführt werden können und umgekehrt.
  3. Wir möchten einen Raspberry Pi mit Touchdisplay am Kickertisch anbieten, um neue Spiele einzugeben. Der Raspberry Pi ist ein leistungsfähiges Micro-Controller-Board, auf dem ein Linux-Betriebssystem installiert werden kann, und das sich hervorragend für Bastel-Projekte empfiehlt, bei denen ein kleiner Computer eingesetzt werden soll.

Anpfiff!

Am 2. März um kurz nach 10 Uhr traf sich das Team aus zwölf Entwicklern bei VISUS auf dem Gesundheitscampus – und sah sich erst einmal mit der Alarmanlage konfrontiert. Nachdem die gebändigt war, gab es ein kurzes Kick-off und schon ging es los: In drei Gruppen mit je vier Personen wurden die einzelnen Teile des Projekts in Angriff genommen: Server, Web-Frontend und Hardware. 

Team Server machte sich daran, die beim Kickoff beschlossene Schnittstelle zum Server mit Leben zu füllen. Zuerst wurde ein Fake-Backend angeboten, das alle Operationen im Arbeitsspeicher realisierte. Dann versahen die Entwickler alle Datenklassen mit passenden Hibernate-Annotationen und setzten schließlich die Service-Methoden zur persistenten Speicherung in der SQL-Datenbank um. Dabei setzten die Kollegen auf Test Driven Development (TDD).

Team Web-Frontend machte sich zuerst an eine Eingabemaske für neue Spiele. Die Spieler wählen dort ihre Einstellungen und geben ein, wer mitspielt. Dabei verwenden wir die 3-stelligen Kürzel, die alle Mitarbeiter bei VISUS haben. Dann können Tore hochgezählt werden und zuletzt wird das entschiedene Spiel abgespeichert. Als alles funktionierte, wurde noch der Style poliert. Parallel realisierte ein Kollege die Logbuch-Ansicht.

Team Hardware hatte im Vorfeld den Raspberry Pi installiert und das Display angebunden. Nun befassten sich die Kollegen damit, einen Browser mit der Eingabemaske im Vollbild („Kioskmodus“) zu zeigen. Außerdem wurden zwei Lichtschranken (Break-Beam-Sensoren) angesteuert, welche später am Ball-Ausgang des Kickertisches die Tore zählen sollten. Ein minimalistischer Webserver wurde gebaut, um die Zählerinformationen an das Eingabe-Web-Frontend herauszugeben.

Bis zum Produktiveinsatz am VISUS-Kicker wird das Projekt nun noch nach Feierabend weiter verbessert und fertiggestellt.

Fazit: gerne wieder!

Das allgemeine Fazit unseres ersten Codefests: Absolut wiederholens- und nachahmenswert! Hier einige Stimmen, die wir nach dem Fest gesammelt haben:

Antonino Di Dio:

„Ich fand es sehr gut und ich habe viel Neues dazu gelernt.“

Daniel Haak:

„Das Codefest hat gezeigt, dass die VISUS Mitarbeiter auch nach Feierabend Spaß daran haben, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und die VISUS die perfekten Rahmenbedingungen für solche kreativen Prozesse schafft.“

Hasan Kadi:

„Innovation ist bei der VISUS weiterhin nicht nur ein Slogan, sondern wirklich gelebte Realität: Dabei müssen wir uns bewusst machen, dass zwei Dinge einfach nicht selbstverständlich sind: Zum einen bietet uns unser Arbeitgeber genau den Freiraum, den wir uns wünschen, um verrückte Ideen ohne Produktfokus umzusetzen. Zum anderen sind die Mitarbeiter weiterhin sehr interessiert daran, innovative Themen anzugehen.“

Dennis Schlevoigt:

„Es hat großen Spaß gemacht, einfach mal etwas Anderes zu entwickeln.“

Daniel Kessel:

„Es war ein sehr angenehmer Samstag mit einer schönen kreativen Stimmung und unkomplizierter Zusammen'arbeit' untereinander. :-)“

Carsten Wiemann: 

„Interessant fand ich die Gruppenarbeit insgesamt und Hasan beim Refactoring über die Schulter zu gucken. :-D“


Uns allen hat das erste VISUS Codefest so viel Spaß gemacht, dass wir es unbedingt wiederholen möchten.