•  Hôpital Saint-Joseph in Paris

Das Hôpital Saint-Joseph in Paris hat sich das Ziel gesetzt, künftig komplett digital zu arbeiten. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, entschieden sich die Verantwortlichen rund um Christophe Nicolaï, IT-Leiter im Saint-Joseph, für den Einsatz des JiveX Healthcare Content Managementsystems (HCM), um die medizinischen Daten zu konsolidieren und zu standardisieren.

JiveX Healthcare Content Management im Hôpital Saint-Joseph

„Wir haben schon ein gutes Stück auf unserem Digitalisierungsweg zurückgelegt. Das HCM wird uns nun dabei helfen, uns in Sachen Interoperabilität zukunftsfähig aufzustellen und den digitalen Datenfluss in unserer Einrichtung durch die Konsolidierung und Standardisierung medizinischer Daten zu stärken“, erklärt Christophe Nicolaï. Zum einen fließen künftig alle medizinischen Daten unabhängig von ihrer Ursprungsquelle und dem originären Format in JiveX und werden dort in ein Standardformat umgewandelt. Zum anderen stehen diese Daten aufgrund der tiefen Integration ins KIS klinikweit zur Verfügung. So wird gewährleistet, dass patienten- und/oder fallbezogene Informationen während des gesamten Therapieverlaufs im Krankenhaus jederzeit einsehbar sind – auch solche aus dem medizinischen Archiv.

Mehr digitale Konsistenz

„Das Saint-Joseph ist zu großen Teilen ein papierloses Krankenhaus, Pflege- und Krankenakten existieren ausschließlich digital. Allerdings war mit der Digitalisierung der Akten die Grenze der Papierlosigkeit zunächst erreicht. Wir wollten aber weiter gehen. So begannen wir, über das Problem der Integration der Medizintechnikgeräte nachzudenken, insbesondere über die Konnektivität und Interoperabilität von mobilen Geräten, die sich bei der Verwaltung und Speicherung der Daten autonom verhielten. Für uns war es wichtig, auch diese Geräte einzubinden, um die Einheitlichkeit unserer Digitalisierungspolitik zu gewährleisten“, so Christophe Nicolaï weiter. Den Anfang der Integration machte der Bereich Kardiologie: „Zu Beginn des Projekts ging es vornehmlich darum, die kardiofunktionalen Untersuchungsprozesse zu digitalisieren und diese Daten in den Patientenkontext zu stellen und sie an das elektronische Patientendossier des Krankenhauses zu übermitteln.“

Christophe Nicolaï – Hôpital Paris Saint-Joseph
„Wir haben schon ein gutes Stück auf unserem Digitalisierungsweg zurückgelegt. Das HCM wird uns nun dabei helfen, uns in Sachen Interoperabilität zukunftsfähig aufzustellen und den digitalen Datenfluss in unserer Einrichtung durch die Konsolidierung und Standardisierung medizinischer Daten zu stärken“

Christophe Nicolaï

IT-Leiter des Hôpital Saint-Joseph

Mit der reinen Datenübermittlung war es jedoch nicht getan, wie der IT-Leiter weiter erklärt: „Mit der Implementierung des JiveX HCM und der daraus entstehenden Möglichkeit, die Patienten-Ids zu konsolidieren und in ein einheitliches Worklistsystem zu übertragen, wollten wir auch die Integrität der Daten von Ihrer Generierung bis zu Ihrer Betrachtung gewährleisten, um sie stets vollständig unter Kontrolle zu behalten.“ Das HCM sorgt dafür, dass die Ärzte des Saint-Joseph die medizinischen Daten aller Modalitäten auf einem einzigen Bildschirm betrachten können. Das spart Zeit, weil nicht unterschiedliche Systeme konsultiert werden müssen, um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Außerdem stellt das HCM sicher, dass behandlungsrelevante Informationen nicht versehentlich übersehen werden. Mit der Einführung des HCM konnten wir den Ärzten eine Lösung mit allen unterschiedlichen Ergebnissen und Modalitäten anbieten. „Diese Konsolidierung trägt wesentlich zur Vereinfachung der Arbeitsprozesse der Ärzte bei“, ergänzt Sonia Fevrier, Projektmanagerin im Krankenhaus Saint-Joseph.

Datenhomogenisierung als Mittel zur Effizienz

Welchen Nutzen hat ein Krankenhaus wie das Saint-Joseph von der Datenintegration und -standardisierung darüber hinaus? Christophe Nicolaï fasst es so zusammen: Homogenisierung bedeutet Effizienz. Denn Daten in Gesundheitseinrichtung sind von ihrem Ursprung her heterogen. Um das elektronische Patientendossier herum hat sich eine beträchtliche Anzahl autonomer Lösungen etabliert, deren Daten nicht im Patientenkontext zur Verfügung stehen. „Bei uns im Krankenhaus Saint-Joseph haben wir festgestellt, dass wir zum Beispiel in der Augenheilkunde mit sechs oder sieben verschiedenen Softwareprogrammen arbeiteten, die Informationen generierten, die nicht automatisch in das elektronische Patientendossier übertragen wurden.“, beschreibt Christophe Nicolaï die Prozesse vor der Einführung des HCM. Die Homogenisierung der Daten mit JiveX schließt nun diese Informationslücken, alle medizinischen Daten stehen den Ärzten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zur Verfügung. Die von den medizinischen Geräten generierten Daten werden durch die Standardisierung der Formate und Kommunikationssprachen in den Informationskreislauf eingebunden. Die bisherige Logik der Informationsbeschaffung hat sich also umgekehrt: Es geht nicht mehr darum, die Daten dort zu suchen, wo sie anfallen – manchmal ein mühsames Unterfangen –, sondern auf sie zuzugreifen, indem man die Daten nach Bedarf zu sich holt.

Besseres Verständnis für die Probleme des Krankenhauses

„JiveX hat in unserer Einrichtung aber noch mehr geleistet: Es hat unsere Vorstellung der Zusammenarbeit beeinflusst. So haben wir beispielsweise gemeinsam mit dem Medizintechnik-Team das Leistungsverzeichnis überarbeitet und die Konnektivität jedes neuen Gerätes bereits bei seiner Anschaffung sichergestellt. Wir haben mit der Biomedizin begonnen, aber natürlich geht die Integration perspektivisch darüber hinaus. Wir möchten jedes anschließbare Gerät auch wirklich anschließen“, ergänzt Christophe Nicolaï.

Aufgrund der Konvertierungswerkzeuge, die JiveX bereitstellt, ist eine solche Integration nicht zwangsläufig mit einer Neuanschaffung verbunden. Auch Systeme, die proprietäre Daten erzeugen, können mit JiveX in den Patientenkontext eingebunden werden. Das spart bares Geld. „Durch diese Einbindung konnten wir hier im Krankenhaus Saint-Joseph den zweiten Schritt des gesamten Digitalisierungsprojekts abschließen. Die Homogenisierung von Formaten und Daten ist eine langfristige und nachhaltige Lösung, um vorhandene Software bequem zu migrieren und neue Systeme in das Datensystem einzubinden. Diese Logik des HCM mit Blick auf die Integration und der allgemeinen Verfügbarkeit von Daten löst eine zentrale Herausforderung für die Optimierung und Steigerung der Effizienz, die letztlich erhebliche Auswirkungen auf den Behandlungsprozess unserer Patienten hat“, so Christophe Nicolaï abschließend.