Ein Leuchtturm für Europa

MARE Technopark in Venedig
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MARE Technopark in Venedig
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Bis zu 900 Forschende aus verschiedenen Disziplinen sollen im MARE Technopark in Venedig gemeinsam an KI-Lösungen für den Gesundheitssektor arbeiten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bildgebung.

Es ist vielleicht eines der größten privatfinanzierten Gesundheitsprojekte Europas, ganz sicher ist es eines der spektakulärsten: Auf der Insel Lido, die Venedig von der Adria trennt, entsteht derzeit ein neues Zentrum für kooperative Forschung zur Künstlichen Intelligenz in der Medizin. Auf dem über 42.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen „Ospedale al Mare“, in dem dereinst Tuberkulosekranke behandelt wurden, wächst der MARE Technopark. 

Nach seiner Fertigstellung sollen bis zu 900 Forschende aus verschiedenen Disziplinen hier zusammenarbeiten können, um digitale Lösungen zu entwickeln, die Ärztinnen und Ärzten in ihrer täglichen Arbeit helfen und die Patientenversorgung messbar verbessern. Geplant sind zudem Wohnräume für bis zu 600 Menschen, ein Konferenzzentrum, Kinderbetreuungseinrichtungen, eine Kirche, Restaurants und Cafés sowie über 21.000 Quadratmeter Grünfläche. Ein Teil des Areals soll für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein.

In enger Kooperation mit der CompuGroup Medical (CGM)

Operativer Leiter des Projekts ist der ehemalige österreichische Finanzminister Gernot Blümel. „Der MARE Technopark verkörpert genau die Art von privater Forschung und Medizin, die Europa benötigt, um im globalen Wettbewerb um Spitzentechnologien bestehen zu können“, so Blümel. „Wir verbinden hier historisches Erbe mit zukunftsweisender Technologie und schaffen dadurch nicht nur einen Forschungsstandort, sondern einen regelrechten Innovationskatalysator.“

Treiber des Projekts ist CGM-Gründer Frank Gotthardt, der das lange verwaiste Gelände im Norden der Insel 2023 erwarb. Unser Mutterkonzern wird im Ökosystem des MARE-Projekts eine zentrale Rolle spielen: als Ankermieter für über 100 Forschende, als Betreiber des MARE Data Lake, einem Repository, das Forschungspartner mit Daten versorgt, sowie mit Forschungscentern und Start-ups. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen dabei die enge Verzahnung von Grundlagenforschung und Praxisnutzen.

Wir freuen auf die Forschungsresultate

Zudem hat die CGM die MARE AI Engine entwickelt: eine Plattform, die als Trainings- bzw. Validierungszentrum für KI-Modelle dienen wird und medizinische Verlaufsdaten über längere Zeiträume analysiert, um Frühindikatoren für seltene Erkrankungen zu identifizieren. „Das Ziel ist eine signifikante Verbesserung der Überlebenschancen durch rechtzeitige Diagnostik und präventive Intervention“, so Emanuele Mugnani, der bei der CGM die Daten- und KI-Partnerschaft mit MARE verantwortet. Einen Schwerpunkt wird dabei die KI-gestützte Bildgebung bilden. Wir freuen auf darauf, von diesen Ergebnissen für unsere Produktentwicklung zu profitieren. 

Bis Ende 2025 soll die erste Bauphase beginnen, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll 2028 erfolgen. Und läuft alles nach Plan, strahlt der neue Leuchtturm für Europas Innovationsfähigkeit am Ende des Jahrzehnts in vollem Glanz.

Mehr über das MARE-Projekt erfahren Sie hier: www.mare.health/de