• Immer richtig verbunden

Der Austausch medizinischer Daten im Gesundheitswesen ist aus mehreren Gründen eine große Herausforderung. Zunächst einmal muss eindeutig definiert werden, wer mit wem welche Daten austauschen sollte. Daran schließt sich die Frage an, auf welchem Weg und in welcher Form dieser Austausch stattfinden kann. Als einer der führenden Anbieter von IT-Lösungen zum Management medizinischer Daten hat sich VISUS dieser Herausforderung gestellt – mit Erfolg. JiveX Healthcare Connect heißt das Produktportfolio, das die nötigen Werkzeuge umfasst, mit denen sich Kliniken und Praxen vernetzen können – sowohl mit den Patienten als auch mit anderen (medizinischen) Experten und mit den Kostenträgern.

Erst konsolidieren, dann vernetzen

JiveX Healthcare Connect ist die Zusammenführung und Weiterentwicklung der Funktionen zum medizinischen Datenaustausch aus den bisherigen Produktlinien JiveX Enterprise PACS und JiveX Healthcare Content Management (HCM). Insbesondere das HCM hat mit dem Konzept der Datenkonsolidierung innerhalb eines Systems und basierend auf international anerkannten Standards die Basis für die Vernetzung gelegt. Denn die kann nur gelingen, wenn die relevanten Informationen gebündelt beim Sender vorliegen. Ein Zusammensuchen medizinischer Daten aus unterschiedlichen Systemen und deren Versand zu einem Empfängerpunkt sind schließlich alles andere als praktikabel.

Das Teilen medizinischer Daten war von Beginn an als eine von vier Komponenten im JiveX HCM und PACS angelegt: Medical Integration, Medical Viewing, Medical Archiving und eben das Medical Sharing. JiveX Healthcare Connect ist sozusagen eine Fortführung und Spezifizierung der Medical Sharing-Komponente: Es umfasst Lösungen zum Teilen medizinischer Daten, die sich perfekt an die technischen Möglichkeiten und gesetzlichen Anforderungen der einzelnen Akteure im Gesundheitswesen anpassen. Die Akteure, also potenzielle Empfänger der medizinischen Daten, lassen sich in drei Gruppen einteilen.

Patienten

Patienten haben ein Recht auf ihre Daten – ob von einzelnen Untersuchungen, zum Beispiel von radiologischen Aufnahmen, oder gebündelt als Behandlungsdokumentation nach einem stationären Aufenthalt.

Im Gegensatz zu medizinischen Einrichtungen oder Kostenträgern verfügen Patienten über keine gesonderte IT-Architektur zum Speichern, Anschauen oder Teilen medizinischer Datenformate. Das bedeutet, dass sich der Absender der medizinischen Informationen möglichst einfacher technischer Mittel bedienen muss, um den Patienten in die Kommunikation einzubinden. JiveX Healthcare Connect bietet solche einfachen, aber effektiven Technologien, zum Beispiel Connect Link Share. Link Share ist ein Downloadlink, vergleichbar mit denen, die im beruflichen und privaten Kontext zum Austausch großer Datenmengen genutzt werden. Nur verfügt Connect Link Share über entsprechende Sicherheitsmechanismen, die das Bereitstellen sensibler Patientendaten überhaupt erst möglich machen.

Über Link Share können die Patienten ihre Daten herunterladen und zum Beispiel in ihrer persönlichen Patientenakte abspeichern. Aber auch das Empfangen von Daten vom Patienten spielt in der Patientenkommunikation eine Rolle – zum Beispiel, um einen Krankenhausaufenthalt mit vorhandenen Voruntersuchungen zu planen. Hierfür steht Connect Upload zur Verfügung.  Mit Connect Upload können Patienten mit einfachen technischen Mitteln medizinische Daten sicher hochladen, um sie einer Gesundheitseinrichtung zur Verfügung zu stellen. Connect Link Share und Connect Upload sind technische Lösungen, die in naher Zukunft weder eine gesonderte Infrastruktur noch tiefgreifendes IT-Wissen erfordern.

(Medizinische) Experten

Die Notwendigkeit zum Austausch medizinischer Informationen zwischen verschiedenen Gesundheitseinrichtungen gehört zum Tagesgeschäft von Kliniken und Praxen. Auch hier bietet Connect Link Share eine sichere und moderne Alternative zum Datentransfer via CD/DVD. Über Connect Link Share geteilte Daten – Behandlungsdokumentationen und Bilddaten – können einfach heruntergeladen und in die einrichtungseigene IT-Infrastruktur integriert werden. Alternativ können die Daten auch über Connect Upload zur Verfügung gestellt werden. Findet ein regelmäßiger Austausch zwischen einem Krankenhaus und zum Beispiel einem Konsil und/oder Zuweisern statt, können Einrichtungen ein (webbasiertes) Portal mit streng geregelten Zugriffsrechten nutzen.

Übrigens: Nicht nur Praxen und Krankenhäuser können Empfänger medizinischer Informationen im Expertenkontext sein. Auch wissenschaftliche Einrichtungen oder Entwickler von KI- basierten Softwarelösungen können ein berechtigtes Interesse an bestimmten Daten haben – natürlich unter Einhaltung aller Anforderungen an Datensicherheit und Anonymität.

Kostenträger

In den Fokus der digitalen Gesundheitsdaten-Kommunikation rücken zunehmend auch Abrechnungsstellen wie (private) Krankenversicherungen oder die Medizinischen Dienste der Krankenversicherungen (MDK).

Eine vollständige Dokumentation der erbrachten Leistungen gegenüber diesen Stellen ist wirtschaftlich – und auch juristisch – gesehen extrem wichtig. Über Connect Link Share oder das Portal können Krankenhäuser auch mit diesen Stellen, unkompliziert und systemunabhängig kommunizieren. Eine spezifisch auf die Kommunikation mit den MDKs ausgelegte Lösung ist das MDK-Portal, das eine Schnittstelle zu den Diensten darstellt, über die zur Prüfung angeforderte  Behandlungsdokumentationen einfach übermittelt werden können. JiveX Healthcare Connect bietet also schon jetzt die notwendigen Technologien, um alle Akteure in die Kommunikation einzubinden. In den kommenden Monaten und Jahren werden noch weitere Kommunikationswege ergänzt. Schließlich ergeben sich aktuell ständig neue Projekte und Anwendungsfälle, die das Ziel verfolgen, barrierefrei zu kommunizieren, um die Versorgungsqualität zu verbessern, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Patienten in ihren Rechten zu stärken.