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Lange mussten die Mitarbeitenden der Universitätsmedizin Rostock (UMR) auf ihr neues PACS warten, mehr als sieben Jahre um genau zu sein. Im Herbst 2021 endlich wurde dann das JiveX Enterprise PACS  eingeführt und löste das bisherige System zunächst in der Radiologie ab. Bis zum Jahresende wird die komplette Klinik angebunden sein. Hat sich das Warten gelohnt? Ein Besuch in der Radiologie und der IT-Abteilung lieferte Antworten.

„Dass es überhaupt so lange dauerte, bis JiveX live gehen konnte, lag übrigens nicht an dem Implementierungsprojekt der PACS-Lösung“, beruhigt Thomas Dehne, IT-Leiter der Universitätsmedizin Rostock, direkt zu Beginn. Vielmehr beruhte die Verzögerung auf einer Melange aus Antragsablehnungen, Neuanträgen, Begutachtungen und Mittelfreigaben: „Als Konzept und Finanzierung freigegeben waren, ging es sehr schnell und nach nur etwa einem halben Jahr war der Ausschreibungs- und Vergabeprozess zugunsten VISUS beendet. Zum Jahresbeginn 2021 startete das Projekt und im September war Kick-off.“

Ein PACS für alle und hohe Interoperabilität

Die Anforderungsliste an das neue PACS las sich umfangreich. Wesentlich für Thomas Dehne waren vor allem die Themen Daten-Standards und IHE-Fähigkeit sowie die Umsetzbarkeit einer Plattformstrategie. „Wir haben uns bewusst für zwei Archivkomponenten auf einer Plattform entschieden: Ein klassisches Dokumentenarchiv eines anderen Anbieters, das typische Verwaltungsaufgaben wie zum Beispiel die Rechnungsprüfung und die zentrale Patientenakte abdeckt, und das PACS von VISUS als Bildarchiv. Beide Systeme müssen gegenseitig voll integriert sein, so dass ein reibungsloser, bidirektionaler Datenaustausch stattfinden kann. Diesen Ansatz verfolgen wir auch mit anderen Systemen. Um dieses Ziel zu erreichen und um softwareunabhängig auf Daten zugreifen zu können, stand die Verwendung von Standards beim PACS im Mittelpunkt.“ Die Universitätsmedizin Rostock verwirklichte mit der Einführung von JiveX einen klassischen Best-of-Breed-Ansatz, bestehend aus einem Set an Spezialsystemen, die über Standardschnittstellen eine gemeinsame Datenplattform bedienen und teilen. 

Darüber hinaus kommt das neue PACS klinikweit zum Einsatz, das heißt, alle bildgebenden Systeme unabhängig von der Fachabteilung werden integriert. Dazu zählen neben den Funktionsabteilungen wie Kardiologie oder Endoskopie auch Forschungsbereiche, etwa die experimentelle Chirurgie. Das JiveX Enterprise PACS zählte zu den ersten Softwarelösungen, die einen solchen klinikweiten Einsatz unterstützten. Entsprechend ausgereift ist das Konzept und die Funktionalität mit Blick auf die Anbindung und Integration sämtlicher bildgebender Systeme. 

Stabile Netzwerke bauen

„Als Universitätsklinikum sind wir in der umliegenden Region stark mit anderen medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Arztpraxen vernetzt – und auch diese Vernetzung wollen wir mit dem PACS unterstützen und optimieren“, ergänzt der IT-Leiter weitere wichtige Aufgaben von JiveX. Das Teleradiologie-Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern, kurz TeleRad M-V, dem die Universitätsmedizin Rostock angehört, ist dabei in seiner Funktion vergleichbar zum Westdeutschen Teleradiologieverbund, dessen technische Basis auf JiveX beruht. Insofern war das PACS aus Bochum auch auf diese Aufgabe technologisch bestens vorbereitet:

 

Thomas Dehne - Universitätsmedizin Rostock
„Die Anbindung von TeleRad M-V und anderen Partnerkliniken an unseren JiveX-Teleradiologieserver war einfach und wir konnten schnell sicherstellen, dass die umliegenden Krankenhäuser uns ihre DICOM-Studien schicken können. Auch das Upload-Portal von VISUS, welches es Einweisenden und behandelten Personen ermöglicht, Bilder schnell und unkompliziert für die UMR bereitzustellen, wird immer intensiver genutzt.“

Thomas Dehne

IT-Leiter der Universitätsmedizin Rostock

Nicht ganz so flott verläuft die Anbindung der Medizinischen Versorgungszentren: „Hier treffen wir auf gänzlich andere Softwarearchitekturen und müssen zum Beispiel zunächst prüfen, ob die bisher eingesetzten Arztinformationssysteme weiterhin geeignet sind. Unser Ziel ist aber ganz klar, JiveX in den radiologischen MVZ-Praxen der UMR einzuführen, weil das ärztliche Personal dort größtenteils auch hier in der Klinik arbeitet und dies bestenfalls in einer gewohnten und einheitlichen Umgebung tun soll.“

Auch dem Radiologen Dr. Thomas Beyer fällt die gute Vernetzung, vor allem die Einbindung von Zuweisenden, sehr positiv auf: „Mittlerweile nutzen viele Praxen JiveX Upload, um uns die Bilder, zum Beispiel für die Tumorkonferenzen, zur Verfügung zu stellen. Das ist wirklich praktisch, da wir somit den Bildversand über physikalische Datenträger ablösen können und über das Upload-Portal auch Informationen wie Befundbriefe bereitgestellt bekommen. Das minimiert Übermittlungswege und spart allen Beteiligten wertvolle Zeit.“

Doch nicht nur externe Einrichtungen sind über das JiveX Enterprise PACS vernetzt, sondern auch die radiologische Abteilung selbst, die über das Stadtgebiet an mehreren Standorten vertreten ist. Und schließlich wird den Radiologinnen und Radiologen auch die Möglichkeit gegeben, im Bereitschaftsdienst von daheim auf die Bilder zuzugreifen.

Erleichterung in der Konferenzvorbereitung

Für Dr. Thomas Beyer und seine ärztlichen Kolleginnen und Kollegen spielt neben der guten Vernetzung aber vor allem eine exzellente Funktionalität die entscheidende Rolle: „Das PACS hat in unserem Arbeitsalltag einen entscheidenden Stellenwert. Jede Änderung in der Funktionsweise ist zunächst einmal eine Änderung unserer täglichen Routine und eine Umstellung. Veränderungen sind darum nicht unbedingt per se beliebt. Wenn sich dann jedoch ein Mehrwert entfaltet und der Bedienkomfort steigt, dann steigt auch die Akzeptanz für ein neues PACS rasant. So war es auch bei JiveX.“

Einen besonderen Mehrwert bietet JiveX unter anderem mit der Capture Funktion, also der Möglichkeit, einen Befundstatus einschließlich der Hängung von Bildsequenzen oder getätigter Annotationen zu speichern. Das erleichtert nicht nur die oberärztliche Supervision von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung, sondern insbesondere auch die Vorbereitung von zum Beispiel Tumorkonferenzen. Diese können jetzt an jeder beliebigen Workstation sehr detailliert vorbereitet werden. Bei der Vielzahl der Konferenzen, welche die Radiologinnen und Radiologen der Universitätsmedizin begleiten, stellte das Capturing eine echte Entlastung dar. „Grundsätzlich wäre auch das automatische Befüllen von Demolisten in diesem Zusammenhang eine große Hilfe. Während der Einführungsphase hat sich dieses Vorgehen allerdings als nicht praktikabel erwiesen, weil einfach keine ausreichend vorhersehbare Regelhaftigkeit vorliegt. Nun befüllen wir die Demolisten manuell, haben aber dann während der Besprechung nur die relevanten Fälle vorliegen“, erklärt der Radiologe. 

Dr. Thomas Beyer - Universitätsmedizin Rostock
„Letztlich geht es um ein Gesamtpaket, das unseren Arbeitsalltag unterstützt, einfach zu bedienen und hoch verfügbar ist. Diese Kriterien erfüllt JiveX optimal, so dass wir sehr zufrieden mit dem System sind.“

Dr. Thomas Beyer

Radiologe der Universitätsmedizin Rostock

Und auch Thomas Dehne, der IT-Leiter, ist mit dem gesamten Projektverlauf ebenso wie mit der Implementierung der Software selbst sehr zufrieden. Kurzum: Für die Rostocker hat sich das Warten aufs PACS auf jeden Fall gelohnt.

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