• HCM KLARTEXT - Das KIS als Sparringspartner

In unserer dritten Folge von „HCM KLARTEXT!“ widmen wir uns der Frage, in welcher Beziehung das JiveX Healthcare Content Managementsystem (HCM) zum KIS steht und welche Vorteile das Wechselspiel zwischen den beiden Systemen im Klinikalltag hat.

Zunächst schauen wir jedoch auf die grundsätzlichen Abgrenzungen beider Systeme. Das KIS ist zweifelsohne das wichtigste IT-System in einem Krankenhaus, wenn es um die Steuerung des Patientenaufenthaltes und die Abrechnung geht. Es unterstützt nicht nur die Befunderstellung, automatisiert Standardprozesse und umfasst wertvolle Entscheidungshilfen für medizinische Prozesse. Es liefert auch die Grundlage für die Berechnung der DRGs und damit für die finanzielle Stabilität eines Krankenhauses.

Das KIS ist aber auch ein egoistisches System: Es kümmert sich ausschließlich um sich selbst und füttert sich nur mit Daten, die es selbst verwerten kann. Geht es beispielsweise um die Darstellung von radiologischen Bildern oder um eine revisionssichere Archivierung, muss das KIS meistens passen. Und genau hier kommt das HCM ins Spiel, dessen Kernfunktionalität das Konsolidieren, Aufbereiten, Darstellen und Archivieren von Daten für den medizinischen Zweck ist. Insofern arbeiten KIS und HCM komplementär und es ist ratsam, beide Systeme parallel laufen zu lassen und nicht zu vermischen.

Das bedeutet freilich nicht, dass die Systeme im Alltag keine Berührungspunkte haben. Im Gegenteil! Eben weil sich die Funktionalitäten gegenseitig ergänzen, ist eine tiefe Integration nötig.

Richtig gut integriert

Um die Vorteile des HCM voll auszuschöpfen, ist das System auf zahlreiche Informationen aus dem KIS angewiesen. Zuallererst auf die Patientenstammdaten, die eine eindeutige patienten- oder fallzentrierte Zuordnung und Darstellung der medizinischen Daten im HCM erst möglich machen. Der Transfer der Stammdaten erfolgt über HL7 ADT Nachrichten, die folgende Informationen enthalten sollten: Eindeutige ID-Nummer des Patienten und des Falls, demographische Stammdaten, Informationen zu behandelnden Fachabteilungen sowie Informationen zu Patientenbewegungen wie Aufnahme, Verlegung oder Entlassung.

Darüber hinaus ist es klug, auch die im KIS erstellten Befunde zur revisionssicheren Archivierung in das HCM einzuspielen. Dies gelingt über HL7 MDM Nachrichten, über die medizinische Dokumente sowie deren Metadaten übertragen werden können.

Entscheidend ist aber nicht nur, was das KIS für das HCM tun kann, sondern auch, was das HCM für das KIS tun kann. Es kann zum Beispiel über den kompletten Aufenthalt eines Patienten dafür sorgen, dass immer alle medizinisch relevanten Informationen an jeder Aufenthaltsstation vorliegen. Sobald also Daten in das HCM laufen, informiert das System das KIS über Patienten- und Fallkontext sowie die Klassifikation der Daten. Hierzu muss das HCM unterschiedliche HL7 Nachrichtentypen unterstützen. Die unterschiedlichen KIS interpretieren die Vorgaben aus Standards und IHE-Profilen verschieden – mit dem Resultat, dass Arbeitsabläufe über unterschiedliche HL7 Nachrichtentypen kommuniziert werden.

Weitere Standards, die das HCM können sollte, um eine intelligente Integration in das KIS zu gewährleisten sind die, die im IHE-XDS Profil beschrieben werden. Das Profil ermöglicht die Übernahme und auch die Rückübermittlung von Dokumenten und Metadaten zwischen zwei Systemen. Somit kann das KIS einmal gesendete Dokumente wieder zurück anfordern, beispielsweise, um einen Befund weiterzuschreiben.

Und schließlich noch die für die Anwender wichtigste Integration. Nämlich die des Multiformat Viewers, der die konsolidierte Ansicht aller medizinischen Daten des HCM aus der KIS-Oberfläche heraus oder auch innerhalb der Oberfläche erlaubt. Eine solche Einbettung lässt sich durch parametriesierbare Hyperlinks realisieren.


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