Neugeschäft global gedacht
Wir engagieren uns verstärkt in weltweiten Wachstumsmärkten. Davon werden auch unsere deutsche Kunden profitieren.
Anlässlich unseres 25-jährigen Firmenjubiläums ist Andreas Kaysler vor einigen Monaten auf eine kleine Zeitreise gegangen. Was unseren Geschäftsführer dabei vor allem beeindruckte, war die lange internationale Tradition, auf die das Unternehmen zurückblicken kann. 15 Jahre und länger dauern die längsten Kundenbeziehungen an, sei es zu den Nachbarn in den Niederlanden und Frankreich oder in den Nahen Osten.
2026 soll unser Netzwerk deutlich ausgebaut werden. „Wir wollen in den internationalen Wachstumsmärkten unser Neugeschäft signifikant ausbauen“, kündigt Kaysler an. „Und dieses Wachstum in globalen Märkten können wir als Investitionsmotor für Innovationen nutzen, von denen nicht zuletzt unsere deutschen Kunden profitieren werden.“
Asien ist besonders im Fokus
Besonders im Fokus der Expansion sind die sogenannten Transformationsländer, in denen der Ausbau des Gesundheitssystems zum Teil ganz oben auf der politischen Agenda steht. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist Saudi-Arabien. Für uns ist der größte Golfstaat zwar kein unbekanntes Terrain, auch hier bestehen schon lange Kundenbeziehungen. Doch nun stehen die Zeichen auf Aufbruch. Im Rahmen des „Programms zur Umgestaltung des Gesundheitssektors“ (HSTP), das Teil der „Vision 2030“ ist, will man bis Ende des Jahrzehnts 65 Milliarden US-Dollar in die umfassende Modernisierung der Gesundheitsinfrastruktur investieren und setzt dabei stark auf digitale Lösungen.
Auch in Indonesien, das eine Delegation von uns im Sommer zwecks einer Roadshow und der Teilnahme an einem Radiologiekongress besuchte, expandiert die Gesundheitswirtschaft. Die Einführung einer allgemeinen Krankenversicherung 2014 war der Startschuss der Entwicklung, in jüngerer Vergangenheit sind pro Jahr 70 bis 100 Krankenhäuser neu gebaut worden. Dennoch gelten viele der mehr als 283 Millionen Einwohner des Inselstaats noch als medizinisch unterversorgt. Noch näher an der Schwelle zum Industrieland ist Indien, das 2023 China als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablöste und rund 1,45 Milliarden Menschen zu versorgen hat.
Die richtigen Produkte zur richtigen Zeit
„Für solche und andere Märkte bieten wir mit JiveX Enterprise PACS und anderen Systemen exzellent funktionierende Produkte, die noch dazu stark auf internationalen Standards basieren und dadurch die Implementierung erleichtern“, erklärt Andreas Kaysler.
Ein Selbstläufer ist die Expansion jedoch nicht. Im Detail unterscheiden sich die jeweiligen Regularien dann eben doch, und aus kulturellen Spezifika entsteht auch immer Anpassungsbedarf in der Software. So erfordert zum Beispiel die Schreibweise von Namen im arabischen Raum eine andere visuelle Darstellung als in Europa. Und schließlich braucht es für den zunehmenden Wettbewerb strategische Partner.
Die Blaupause für diese Art von Success Story haben wir schon vor langem gemeinsam mit Alphatron geschrieben, das JiveX Enterprise PACS und JiveX Healthcare Content Management zu Kernprodukten seines Portfolios machte und damit den niederländischen Markt eroberte. In Saudi-Arabien wollen wir mit dem Healthcare-Unternehmen Abdulrehman Algosaibi eine ähnlich erfolgreiche Geschichte schreiben.
Aber besteht bei dem Ausbau des internationalen Geschäfts am Ende nicht doch die Gefahr, die Kunden zuhause zu vernachlässigen? Keineswegs, versichert Andreas Kaysler. Zum einen wegen der schieren Dimensionen: 70 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir aktuell in Deutschland, das auch künftig der wichtigste Markt bleiben wird. Und vor allem können Erlöse in den Staaten, die – auch prozentual – deutlich mehr in ihre medizinische Infrastruktur investieren als Deutschland, den heimischen Anwendenden zugutekommen. „Denn sie schaffen die Ressourcen für Produktentwicklungen und Innovationen, die wir im Heimatmarkt zukünftig anbieten werden“, so Andreas Kaysler.